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Vogelfutter
selber machen:
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ca. 150 g reines Kokosfett aus dem Supermarkt
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150 g Körnermischung: (2/3 Sonnenblumenkerne, ¼
Hanfsaat, Rest Haferflocken,
gehackte Nüsse, kleine Sämereien oder
rein als Weichfutter-Mix aus Weizenkleie, Haferflocken und Beeren, Rosinen)
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Ein Stück wetterfeste Kordel
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 | Für die Futterglocke einen Zweig, mindestens 10 cm
länger bzw. höher als der Tontopf. |  | Einen sauberen Tontopf (ca. 10 cm Durchmesser), der am
Boden ein Loch aufweisen sollte.
|  | Wenn du mit Kokosfett arbeitest, brauchst du es nicht
unbedingt (wie Rindertalg oder Hammelfett) erwärmen. Es reicht, wenn das Fett
bei Zimmertemperatur wie Butter gut streichfähig wird.
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Befestige die Kordel mit einem dicken Knoten an dem Stöckchen.
Ziehe das Ende des Fadens von innen durch das Loch. Nun müsste der Topf eine
Aufhängung haben und gleichzeitig einen Ast als Anflugstelle für die Vögel.
Evtl. musst du die Aufhängung für den Topf innen noch durch einen kleinen
angeknüpften Querast verfestigen.
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Wenn das Fett inzwischen weich ist, kannst du die jeweilige
Futtermischung untermengen. Je mehr Körner du in die Mischung gibst, desto
lockerer wird sie im erkalteten Zustand. Mit einem kleinen Schuss Speiseöl (z.
B. Sonnenblumenöl) verhinderst du, dass das Fett zu hart wird und bröckelt.
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Jetzt brauchst du nur noch deine leckere Fett-/Körnermischung
in den Topf streichen, etwas andrücken und alles nach dem Auskühlen an einen
geeigneten Platz aufhängen.
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Tipp: Deine fertige Futtermischung kannst du natürlich auch
in Tannenzapfen, Ausstech-förmchen, Ringe, .... streichen.
Viel Spaß beim Ausprobieren und Beobachten der Gäste
wünscht euch
NABU Stadtverband Garbsen
Dagmar Strube
Januar 2008
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Erste Hilfe für den Igel
 Wie verhalte ich mich richtig!
Von Dagmar Strube
1. Die meisten Igel brauchen unsere Hilfe nicht. Es sind
Wildtiere und sie stehen unter Schutz!
2. Nur Igel, die
a) krank sind (taumelig, mitunter apathisch
oder auch tagaktive Igel, die meistens abgemagert sind – hervorstehende
Hüftknochen oder eingefallene Augen) oder b) verletzt
sind oder
c) Jungigel,
die bei Wintereinbruch
unter 500 g wiegen
benötigen unsere Hilfe.
3. Den Igel nur mit Handschuhen anfassen! Igel sind häufig von Parasiten
befallen.
4. Igel auf Verletzungen untersuchen.
5. Wiegen: Der Igel benötigt mindest 500 g, um den Winter zu überstehen.
6. Bei Entscheidung zur Hilfe: Igel auf Zeitungspapier in einen Karton mit
Deckel (Luftlöcher) setzen. Etwas
Zeitungspapier, Küchenpapier oder Toilettenpapier zum Verstecken dazugeben.
Eine flache saubere Schale (glasierter Tonuntersetzer) mit Wasser. In einem
zweiten Schälchen Katzendosenfutter oder ein ungewürztes gebratenes Rührei
anbieten. Bei Unterkühlung (deutlich kälterer Bauch) den Igel auf eine in ein
Handtuch gewickelte nicht zu heiße Wärmflasche legen.
7. Nach dieser Notfallerstversorgung suchen Sie bitte umgehend einen
Tierarzt auf. Hier erhalten Sie weitere Hilfe! Die Behandlung beim Tierarzt ist
in der Regel kostenlos, da es sich um ein unter Schutz stehendes Wildtier
handelt. Igel müssen vor langfristiger Pflege unbedingt vom Tierarzt entwurmt
und von Parasiten befreit werden. In der Regel bleibt das Tier für eine Nacht
beim Tierarzt, da es zwei Injektionen Citarin benötigt. Über die weitere Pflege
wird Sie der Tierarzt informieren.
Oktober 2008
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Rund um den Igel
Was können wir tun, um den Igeln zu helfen?
Von Dagmar Strube
1. Stellen Sie im Sommer frisches Trinkwasser in einem
flachen Tonuntersetzer in den Garten Das Wasser bitte täglich erneuern und den
Wasserbehälter nur mit Wasser und Bürste gut reinigen – keine Reinigungsmittel
verwenden! Nicht nur Igel werden es Ihnen danken.
2. Verzichten Sie auf Insektengifte und Unkrautvernichtungsmittel.
3. Pflanzen Sie heimische Sträucher, Bäume und Blumen
4. Achten Sie bei Mäharbeiten und Aufräumarbeiten besonders im Spätsommer auf
Igelnester.
5. Decken Sie
Kellerschächte und Gruben ab.
6. An Teichen
mit Steilufern sollten Sie Planken als Ausstiegshilfe anbringen.
7. Lassen Sie an Zäunen zu den Nachbargärten
Durchschlupflöcher. Igel bewandern nachts ein ziemlich großes Revier, um ihren ständigen Hunger auf Insekten, Regenwürmer
und Schnecken zu stillen.
8. Räumen Sie im Herbst den Garten nicht radikal auf. Lassen
Sie Laub auf den Beeten und
unter Büschen und Sträuchern liegen.
Dort könnte der Igel sich einen Winterschlafplatz
einrichten oder für sein Quartier
Baumaterial finden.
9. Bieten Sie in Ihrem Garten Unterschlupfmöglichkeiten an (Holzstapel,
Reisighaufen, Kompostkammern, niedriges Buschwerk
oder ggf. Igelhäuschen). Diese Nestmöglichkeiten
sollten sich in einer ruhigen Ecke
des Gartens befinden.
10. Bieten Sie Jungigeln im Spätherbst und Frühling Katzenfutter vermischt mit
einigen Haferflocken oder mit
Igeltrockenfutter an. Dazu ein Schälchen Wasser – keine Milch. Sie verursacht bei
Igeln starken Durchfall. Achten Sie bitte auf täglich frisches Futter und mit
klarem Wasser und einer Bürste gereinigte Futternäpfe (bitte keine
Reinigungsmittel verwenden).
Oktober 2008
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Der hilfsbedürftige Igel als Wintergast
Nachdem
der eindeutig als hilfsbedürftige erkannte Igel vom Tierarzt untersucht und
entsprechend medizinisch versorgt wurde, ist die gute Pflege wichtig, um das
Ziel der schnellstmöglichen Auswilderung zu erreichen. Beachten Sie deshalb
bitte folgende Punkte:
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1. Unterbringung
Der Igel ist ein Einzelgänger. Ab einem Gewicht von 300 g
sollten auch Geschwister von einander getrennt gehalten werden, da es sonst zu
Futterneid und sogar zu Beißereien kommen kann.
Jeder Igel sollte daher einzeln in einem ausbruchsicheren,
idealer Weise ca. 2 m² großen Gehege gehalten werden. Die Seitenwände müssen
zwischen 40 und 50 cm hoch sein, denn Igel können erstaunlich gut klettern! Den
Boden des Geheges bedeckt man mit mehreren Lagen Zeitungspapier, die täglich
(am Besten in den Morgenstunden) gewechselt werden sollten. Das Schlafhaus
(Pappkarton oder kleine Plastikbox) sollte eine Seitenlänge von ca. 30 cm
besitzen und einen ca. 10 x 10 cm großes Einschlupfloch an der Stirnseite
besitzen. Gefüllt wird das „Schlafquartier“ ebenfalls vorzugsweise mit zerrissenem und zerknülltem
Zeitungspapier. Bitte verwenden Sie keine Naturprodukte wie Laub, Heu, Stroh,
Katzenstreu,....
Auch das Papier des Schlafhauses muss bei Verschmutzung
erneuert werden.
Das Notquartier sollte in einem gut belüftbaren Raum bei
einer Temperatur von 18-20 °C und mit natürlichem Lichteinfall stehen. Da
Igel ein ausgeprägtes Gehör besitzen, ist ein möglichst ruhiger Raum (nicht
neben der Waschmaschine!) auszuwählen.
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2. Ernährung
In Gefangenschaft erhalten Igel folgende Nahrung:
- Katzen- und Hundedosenfutter mit hohem Eiweißgehalt
- gekochtes Eigelb
- Rührei (mit wenig Fett gebraten und ungewürzt)
- Hackfleisch (angebraten)
Zur besseren Verdauung mischen Sie Haferflocken oder
Igeltrockenfutter unter.
Die Menge des Futters richtet sich natürlich nach dem
Appetit des Stachelritters bzw. nach der Größe. In der Regel gilt: pro Igel
ungefähr die Menge eines kleine Joghurtbechers (150 g). Wenn Sie dem hungrigen
Wintergast zu wenig angeboten haben, wird er es Ihnen anhand von abgeleckten
und umgeworfenen Futterschälchen anzeigen.
Bitte beachten Sie, dass die Futterschalen (glasierte
Tonuntersetzer) täglich mit einer Bürste und klarem Wasser gereinigt werden
müssen. Verwenden Sie keine
Reinigungsmittel. Alle eventuell noch vorhandenen
Futterreste müssen entfernt werden.
Nicht auf den Speiseplan der Igel gehören: Obst, Gemüse,
Käse, Joghurt, Süßes oder Gewürztes! Auch von der Fütterung von Regenwürmern
und Schnecken ist abzuraten, da diese für den Befall von Innenparasiten
verantwortlich sind.
Als Getränk bieten Sie Wasser in einem extra
Schälchen an. Bitte keine Milch. Milch verursacht bei Igeln schwere Durchfälle,
die zum Tod führen können.
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3. Was ist weiterhin zu beachten
Hilfreich für eventuelle weitere tierärztliche Behandlungen
ist die Führung eines Pflegeprotokolls mit den Angaben der Fundumstände
(Ortsbezeichnung, Datum, Gewicht, Gesundheitszustand, Geschlecht des Igels) als
Aufnahmedaten und danach in Tabellenform:
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Datum
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Gewichtskontrollen
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Bemerkungen (Futterverweigerung,
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ab...., Medikation).
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Die Gewichtskontrolle sollte zu Beginn der Pflege täglich
und später wöchentlich erfolgen.
Bei Problemen, wie z. B. Futterverweigerung oder Durchfall
zögern Sie nicht, sondern suchen Sie den Tierarzt umgehend erneut auf.
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4. Igel sind Bewegungstiere
Bitte beachten Sie, dass Igel nachtaktive Bewegungstiere
sind. In einem zu kleinen Gehege, in dem der Igel sich nicht ausreichend
bewegen kann, würde der Igel lahm werden.
Wenn es Ihnen nicht möglich ist, ein wie oben angeben
ausreichend großes Gehege zu bauen, dann sorgen Sie für Auslauf. Dabei sollten
Sie allerdings beachten, dass Igel sehr gut klettern können und sich schnell in
Verstecken von Heizkörpern oder Schränken verkriechen aus denen Sie sich selbst
rückwärts nicht mehr befreien können (Aufrichtung/Verharkung der Stacheln).
Deshalb sollte die Auslaufmöglichkeit gut gewählt sein. Ich benutze dazu z. B.
meinen Kellerflur.
Der NABU Stadtverband Garbsen empfiehlt für weitergehende
Informationen rund um den Igel folgende Homepage www.pro-igel.de oder einen Besuch in dem
Igelhaus von Pro-Igel in Laatzen, Grasdorf, Ohestraße 12. Dort finden Sie viele
weitere sachdienliche Hinweise über Winterschlaf, Auswilderung, Igelsäuglinge,
Krankheiten, Zwangsfütterungen, ... Gleiche Themen werden auch in dem Fachbuch
„Igel in unserem Garten“, von Monika Neumeier, aus dem Kosmos-Verlag unter der
ISBN-Nr.: 9783440102589 behandelt.
NABU Stadtverband Garbsen
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