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Stadtverband Garbsen
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  Fledermäuse - faszinierende Jäger der Nacht

Zwergfledermaus

Von Dagmar Strube

Im Rahmen der 14. europaweiten Fledermausnacht bieten die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen am Samstag, den 28.08.2010, interessierten Bürgern die Möglichkeit, ab 20.00 Uhr an einer Fledermaus-Exkursion am Berenbosteler See teilzunehmen. Während der Veranstaltung werden viele Aspekte der nachtaktiven Säugetiere erläutert und Fragen wie „Was fressen Fledermäuse?“, „Wo leben Fledermäuse in Garbsen und wo jagen die Tiere?“ genauso diskutiert wie „Warum sind diese nützlichen Tiere vom Aussterben bedroht?“ . Ab Sonnenuntergang können die flinken Flugakrobaten nicht nur gesehen sondern auch „gehört“ werden. Treffpunkt der beliebten Dämmerungs-Wanderung ist der Spielplatz am Naherholungsgebiet Berenbosteler See (Eingang vom Parkplatz Seeweg). Für eine unterstützende Beitrag von 4 Euro pro Familie/ 3 Euro pro Erw. und pro Kind 1 Euro (oder ein selbstgemaltes Bild zum Thema Fledermäuse) danken wir im Voraus. Kinder bitte nur in Begleitung eines Erwachsenen, da die Exkursion in völliger Dunkelheit endet. Die Mitnahme einer Taschenlampe ist genauso sinnvoll wie eine Jacke, die auch dem Mückenschutz dient. Bei Dauerregen findet die Veranstaltung leider nicht statt, da Fledermäuse dann nicht fliegen.

August 2010
 


  NABU rettet trotz des harten Winters 3.548 Amphibien (Lurche) in Garbsen
Erdkrötenpaar

Von Waldemar Wachtel

Erd-, Knoblauch und Kreuzkröten, Gras-, Teich- und Wasserfrösche, Teich- und Kammmolche sowie ein Springfrosch wurden von ca. 20 Bürgern und NABU-Mitgliedern aus den hinter den Amphibienschutzzäunen in der Erde eingegrabenen Eimern gerettet und in die Laichgewässer auf den gegenüberliegenden Straßenseiten eingesetzt. Weitere ca. 180 Amphibien wurden totgefahren. NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel spricht allen Helfern, die teilweise bei strömendem Regen im Einsatz waren, Anerkennung und Dank aus.
Der NABU betreut in Garbsen Schutzzäune mit über 3.000 m Gesamtlänge.
Die Summe der geretteten Amphibien setzt sich wie folgt zusammen: Blauer See = 680 St., Gutenbergstr. = 1083, Meyenfelder Str. = 129 (hier besonders viele streng geschützte Knoblauchkröten und Kammmolche), Schönebecker Allee = 846, Flemmingstr. = 477 (Kammmolche und verschiedene Froscharten), Dorfstr. = 34.
In diesem Jahr hat der NABU besonders genau gezählt und die Stückzahlen auf standardisierten Listen eingetragen, weil die Meldungen an die Region Hannover, Bereich Arten- und Naturschutz, an den Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie weitere Institutionen versandt wird. Hier erfolgen bundesweite Kartierungen. Diese sollen auch den Behörden bei Bauleitplanungen frühzeitige Hinweise auf schützenswerte Biotop- und Landschaftsbestandteile geben.
Wer den NABU und die Amphibien auch im nächsten Jahr unterstützen möchte, kann sich bei Waldemar Wachtel, Tel.: 05137-8779975 oder Dagmar Strube, 05131-92750 melden.

März 2010
 


 
Stadtteilforscher
Forschen macht Spaß

Junge Garbsener Forscher mit dem NABU auf Naturerkundung in Frielingen

Von Waldemar Wachtel

 
Ausgestattet mit Naturerkundungsbögen, Kugelschreiber und digitaler Fotokamera gingen die neun bis dreizehnjährigen Forscher mit Waldemar Wachtel vom NABU Stadtverband Garbsen von der Grundschule in Frielingen zu den ortsnahen Biotopen der Firma LaserOptik in der Gneisenau- und Horster Straße . Hier wurde die Gruppe vom Firmeninhaber Dr. Johannes Ebert empfangen. Die jungen Forscher und Waldemar Wachtel waren vom Engagement der Familie Ebert für den Natur- und Umweltschutz begeistert. Viele Nist- und Lebensmöglichkeiten sind in und an den Außenwänden sowie den Dachverschalungen der beiden Firmengebäude angebracht oder eingebaut.  Die Forscher entdeckten in ca. 2,5 Stunden Amseln, Bachstelzen, Blau- und Kohlmeisen, Spatzen, Stare, Krähen, Frösche, Kröten, Teichmolche, Bienen, Hummeln und diverse Fischarten.
Beeindruckt haben auch das Storchennest oberhalb der Gewässerbiotope und die Fledermaushöhle. Es ist Dr. Ebert sogar vor Jahren gelungen, auf einem der Dachböden Schleiereulen und Turmfalken erfolgreich anzusiedeln. 
Neben den naturfachlichen Erklärungen, erfuhren die jungen Forscher auch noch das die Flächengröße von Frielingen ca. 6,6 km² ist, ca. 3.000 Einwohner in diesem Stadtteil wohnen, der 650igste Geburttag am 16. und 17.06.2001 gefeiert wurde der Gedenkstein vor dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr liegt und dass er von der Familie Ebert gespendet wurde.
Waldemar Wachtel freute sich über die aktiven, wissbegierigen jungen Forscher.
Für die Unterstützung, den vorbildlichen Einsatz für die Natur und die Führung über die Betriebsgelände bedankte sich Wachtel bei Dr. Ebert.

März 2010
 


  Nistkästen im Garten und am Haus

Nistkasten
Helfen sie den heimischen Singvögeln mit Nistkästen im Garten und am Haus

Von Waldemar Wachtel

Die ersten heimischen Singvögel sind zurückgekehrt – höchste Zeit, nun Altnester aus Nistkästen zu entfernen, ruft der NABU auf. „Die gebrauchten Nester sind zumeist voller Vogelflöhe und anderen Parasiten“, erläutert NABU-Vorsitzender Waldemar Wachtel, „deshalb sollten die Nester unbedingt aus den Kästen entfernt werden; zudem befinden sich zumeist mehrere Lagen der Nester übereinander – Blau- und Kohlmeise können durchaus zwei bis drei mal im Jahr brüten, wenn es ausreichend Nahrung gibt. Diese große Menge Nistmaterial drückt sich schon durch das Eigengewicht zusammen, und so entsteht oft ein ganzer Pfropf verrottender Halme, Blätter und Haare, der insbesondere in Holz-Nistkästen am Boden zu Fäulnis führen kann.“ Wachtel weiter: „Bei der Reinigung des Kastens sollten möglichst Arbeits- oder Küchenhandschuhe getragen werden, damit die Parasiten nicht auf Hand oder Arm gelangen können. Es reicht völlig aus, das alte Nest mit einem Spachtel oder ähnlichem hinauszuschaben. Würde man die Altnester nicht entfernen, könnten die Parasiten im nächsten Frühjahr auf die dann geschlüpften Jungvögel übergehen.“ Auch tote Eier und eingegangene Jungvögel, mumifiziert, finden sich immer wieder in den Altnestern. „Das ist nichts Ungewöhnliches“, beruhigt Wachtel, weil den NABU zu dieser Zeit des Jahres dazu stets zahlreiche Anrufe erreichen. „Nester im Gesträuch und in Hecken werden mit der Zeit zerfallen, sie müssen nicht entfernt werden. Sie werden im kommenden Jahr nicht neu bebrütet.“ „Unglaublicherweise werden immer wieder Nistkästen als so genannte Schnäppchen verkauft, die ihren Namen und ihr Geld nicht wert sind, wenn sie nicht zu reinigen sind. Solche Kästen sind völlig ungeeignet, denn in kurzer Zeit werden sie mit verrottendem Nistmaterial angefüllt sein; manche sind auch viel zu klein, sodass die Jungvögel in ihnen in heißen Sommern fast gesotten werden“, sagt der NABU-Vorsitzende Wachtel und verbindet einen weitern Aufruf damit: „Artgerechte Nistkästen mit ausreichender Grundfläche, wie sie sich seit Jahren in der Hand von NABU-Praktikern bewährt haben, selbst bauen, in Fachmärkten oder beim NABU-Shop kaufen“, Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover, Telefon: 0511-123 83 13, Telefax: 0511-123 83 14, E-Mail: info@NABU-Natur-Shop.de , Telefonische Bestellannahme: montags bis samstags von 8:00 bis 20:00 Uhr 0180-5 333 038*  * 0,14 €/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend. Der NABU hält dazu eine 30-seitige Bauplansammlung für Nistkästen aller Art bereit, die zusammen mit der Farbbroschüre „Vögel im Garten“ gegen Einsendung von 5 Euro beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Nistkästen“, Alleestr. 36, 30167 Hannover, angefordert werden kann.

März 2010
 


 
W. Wachtel, D. Strube, K. Ruhlig, K. Fischer
NABU stellt Amphibienschutzzäune auf

Krötenwanderung beginnt

Von Waldemar Wachtel
 
Mit der jetzigen Wetterumstellung und den ersten wärmeren Tagen hat eine vereinzelte Krötenwanderung begonnen. Der nächste einsetzende Regen mit Temperaturen um 10 Grad Plus wird das Startsignal für eine explosionsartige Wanderungsbewegung der verschiedenen Kröten, Grasfrösche und Molche sein. Der NABU hat deshalb am Dienstag, den 02.03.10 mit der Aufstellung der Schutzzäune begonnen. An der Gutenbergstr wurde der erste Zaun aufgestellt. Ab Dienstag, den 03.03.10 folgen die Zäune an der Schönebecker Allee und an der Meyenfelder Straße. An diesen Straßen werden auch Straßeneinengungen durch Baken sowie die Aufstellung von Warnschildern nötig.
Weitere Krötenschutzzäune werden an der Dorfstraße  zwischen Berenbostel und Stelingen, auf der Zufahrtstraße nördlich vom Blauen See und der Zufahrt zum Golfplatz aufgestellt. Bereits 2008 wurden von den Campingplatznutzern und Besuchern des Golfplatzes erhebliche Wanderungen gemeldet. 2009 sammelte der NABU ca. 340 Amphibien ein und setzte sie am Nord- und Westufer ins Wasser.
Die Gesamtlänge der Zäune beträgt ca. 2.800 m. Waldemar Wachtel vom NABU rechnet damit, dass von den fleißigen NABU-Mitgliedern, wie in den Vorjahren über 1000 Amphibien eingesammelt und in die Biotope und Regenrückhaltebecken gesetzt werden. Wachtel appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die durch Krötenwarnschilder gekennzeichneten Bereiche sowie die Straßen an denen Schutzzäune stehen mit erhöhter Aufmerksamkeit und verminderter Geschwindigkeit zu befahren. Nach Aussagen der TU Braunschweig werden Kröten immer häufiger dadurch gefährdet, weil bei nicht angepasster Geschwindigkeit über 30 km/h, der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn so gefährlich ist, dass die Amphibien allein schon dadurch getötet werden.  Für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen können Radarkontrollen erfolgen. Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer in diesen Bereichen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll fahren. Zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer erhält jeder NABU-Aktivist eine mit dem NABU-Schriftzug und Wappen gekennzeichnete Warnweste. Laut Wachtel sollen diese auch den Garbsener Bürgern und den Verkehrsteilnehmern signalisieren, dass hier berechtigte Helfer des NABU tätig sind.

März 2010
 


  Fledermausdokumentation und Hauptversammlung

Über 50 Gäste und Mitglieder bei Fledermausdokumentation und NABU-Hauptversammlung am 18.03. 2010

Von Waldemar Wachtel

„Den Fledermäusen auf der Spur“ lautete der Titel mit dem die Fledermausbetreuer Dagmar und Karsten Strube mit Film und Powerpoint-Präsentation in die geheimnisvolle Winterwelt der Fledermäuse einführten und anschließend die vielen Fragen der ca. 50 Besucher beantworteten.
Bei der anschließenden Hauptversammlung zog der Vorsitzende Waldemar Wachtel eine positive Bilanz des Jahres 2009 und stellte Schwerpunkte aus dem reichhaltigen Programm 2010 vor.
Wegen eines Todesfalls und einer Erkrankung wurde der Vorstand umstrukturiert. Die erforderlichen Neuwahlen endeten mit folgendem einstimmigen Ergebnis:
Zweiter Vorsitzender ist Karl-Dieter Ruhlig, Kassenwarten ist Annelies Redlich und  zweite Kassenprüferin ist Nicole Wolter. Diese Ämter gelten zunächst für ein Jahr.
2011 folgen die Gesamtwahlen neu.
Wachtel dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für Ihr großes ehrenamtliches Engagement.

März 2010
 


 
Stadtverband Garbsen
Hauptversammlung des NABU Stadtverbandes Garbsen

Im Anschluss an den Fachvortrag zur Winterwelt der Fledermäuse beginnt am 18.03.2010 ab ca. 20.30 Uhr die Hauptversammlung des NABU Stadtverbandes Garbsen im Waldhotel Garbsener Schweiz. Alle Mitglieder des NABU Stadtverbandes sind hierzu herzlich eingeladen.
 

Weitere Infos: Einladung zur Hauptversammlung


März 2010
 


  Fledermäuse mitten im Winter?

Winterschlafende Fledermäuse
Der NABU macht es möglich

Von Dagmar Strube

Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube werden anhand eines Film- und Powerpoint-Vortrages interessierte Besucher am 18.03.2010 ab 19.30 Uhr im Waldhotel Garbsener Schweiz in die faszinierende Winterwelt der Fledermäuse einführen. Fragen, wie "Wo verbringen Fledermäuse den Winter?", "Wie sehen derartige Quartiere aus?" und "Welche Anforderungen müssen sie erfüllen?" werden hier nicht nur gestellt, sondern auch beantwortet. Der Vortrag bietet die Möglichkeit, innerhalb einer Stunde seltene und nicht alltägliche Einblicke auch in die Garbsener Winterquartiere und die Ergebnisse des Artenschutzes vor Ort zu erhalten.
Interesse? Kommen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns!
Dagmar Strube, dagmar@familie-strube.de, Tel.: 05131/92750

März 2010
 


 
Leeres Nylonnetz
Der NABU bittet leere Futternetze wieder einzusammeln

Die Nylonnetze können zu tödlichen Fallen werden

Von Dagmar Strube
 
Bei einem Spaziergang durch die Garbsener Natur sind mir an vielen Stellen, die an den Büschen hängenden leergefressenen Netze von Meisenknödeln aufgefallen.

Die Idee der Bürger ist sehr lobenswert, den Standvögeln bei diesen Witterungsverhältnissen helfen zu wollen. Schön wäre es, wenn die helfenden Hände die eingerichteten Futterstellen einige Tage später wieder kontrollieren und leere Netze entfernen oder gegen gefüllte Knödel ersetzen würden.

Derartige Netze, die evtl. auch auf den Boden fallen, können zu tödlichen Fallen für viele Tiere werden. Sollten die Nylonnetze bis zum Frühjahr hängen bleiben, kommt es leider immer wieder vor, dass unsere gefiederten eifrigen Nestbauer, dieses vermeidliche Nestmaterial in ihren Nestern verbauen und so zu verhängnisvollen Todesfallen für die Jungvögel werden können.

Januar 2010
 


  Vögel am Futterhaus im Stadtpark beobachten

NABU-Futterstelle im Stadtpark
Der NABU macht es möglich

Von Dagmar Strube

Im Stadtpark Garbsen in der Nähe zum Schwarzen See steht diese öffentliche Futterstelle für unsere heimischen Standvögel. Vor einigen Wochen wurde diese von den NABU Mitgliedern Karl-Dieter-Ruhlig und Hans Ober am Fuße der NABU Blutbuche eingerichtet. Bei meinem kurzen Besuch entdeckte ich verschiedene Meisenarten, wie diese Sumpfmeisen, die gierig die Leckereien aus dem Silo ergatterten. Nach der Aufhängung der von Kindern selbstgemachten Futterknödel entdeckte ich auch beim Weggehen die erste Blaumeise an einem Fettknödel. Weitere Beobachtungen können gerne an den NABU weitergegeben werden.

Dieses Futterhäuschen ist ein weiteres Beispiel für ein Silofutterhaus, in dem das Futter trocken und sauber bleibt. Silofutterhäuser haben den Vorteil, dass die Vögel nicht durch das Futter hüpfen können und es so durch Kot verunreinigen können. Dieses vermindert das Ansteckungsrisiko von Vogelkrankheiten zwischen den Futtergästen.

Januar 2010
 


 
Winterkontrolle
Winterkontrollen der Fledermaus-Quartiere sind erfolgreich

Artenschutzprojekte zeigen Erfolge


Von Dagmar Strube

 
Die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube hatten in den vergangenen Monaten drei Quartiere für die vom Aussterben bedrohten Flattertiere mit einem Fachteam hergerichtet (siehe separate Berichte). Mitte Januar war der spannende Tag der Winterkontrolle und damit der Feststellung, ob die geleisteten Arbeiten im Spätsommer durch den Fund von Fledermäusen belohnt würden und damit die Richtigkeit der Maßnahmen Bestätigung fänden. Zusammen mit weiteren Fledermaus-Betreuern aus der gesamten Region Hannover und dem Berliner Biologen Cornelis Hemmer suchten die Naturschützer bei klirrender Kälte die Quartiere nach Fledermäusen ab, um sie zu kartieren.
 
Die Fachleute starteten bei dem 2008 wieder hergerichteten größten Winterquartier, dem Ringofen. Hier lobte Strube die gute Kooperation mit der Stadt Garbsen zur Herrichtung dieses flächenmäßig sehr großen Quartieres. Einen besonderen Gast hatte Strube hierzu eingeladen. Niklas Brauner, 9 Jahre, ist ein begeisterter Fledermausfreund und bei allen Fledermaus-Exkursionen des letzten Jahres war er immer dabei. Nun durfte er seine erste schlafende Fledermaus ganz vorsichtig ansehen. Ein Erlebnis, dass er sicherlich nie vergessen wird. Bei der Begehung erklärte Cornelis Hemmer dem Jungen genau, woran der die Langohr Fledermäuse erkennen kann und freute sich über das Interesse.
Wieder unter freiem Himmel waren sich alle Fachleute nach der Begehung über die optimale Einrichtung des Quartieres für Fledermäuse einig und sind auf die Entwicklung des Besatzes in den nächsten Jahren sehr gespannt. Gefunden wurden in diesem Kontrollgang 4 Langohren Fledermäuse. Bei der Vielzahl der Versteckmöglichkeiten waren sich die Fledermausschützer klar, dass sich sicherlich weitere nicht zu findende Tiere in diesem Ruinengebäude befinden.
 
Besondere Freude bereitete Strubes die Begehung des noch im November 2009 neu hergerichteten Winterquartieres in der Garbsener Schweiz. Obwohl dieses erst so spät im Jahr fertig gestellt werden konnte, wurde auch hier eine Langohr-Fledermaus entdeckt. Eine sehr schöne Bestätigung für den aktiven Naturschutz! Daneben fanden die Naturschützer auch 6 Tagpfauenaugen die hier überwintern.
 
Wie zu erwarten, wurden im dritten Quartier in Wunstorf leider bisher keine Fledermäuse gefunden. Doch die im November 2009 eingeleiteten Maßnahmen zeigten Erfolge. Die Feuchtigkeit war inzwischen tief ins Bauwerk vorgedrungen und 2 Zackeneulen sowie 3 Tagpfauenaugen sowie Mücken zeigen die ersten Erfolge auf dem Weg zur Optimierung des Klimas für dieses Quartier an.
 
Dank des ehrenamtlichen Engagements ist es den Fledermausschützern gelungen innerhalb von nur 2 ½ Jahren drei Winterquartiere für Fledermäuse herzurichten. Aufgrund der Bedrohung der heimischen Fledermausarten sind dies beachtliche Erfolge für den Arten- und Naturschutz in Garbsen.
 
Januar 2010
 


  NABU Garbsen unterstützt das bundesweite Netzwerk „Willkommen Wolf"

Magnus Wessel, Irene Sachmann-Ober, Waldemar Wachtel, K.-D. Ruhlig, Markus Bathen
Von Waldemar Wachtel

Bei der bundesweiten  NABU-Fachtagung im Neuen Rathaus Hannover nahm auch eine Delegation aus Garbsen teil.
Vor gut zehn Jahren ist der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt. Seit dem Jahr 2.000 werden fast jährlich Wolfswelpen in unserer Kulturlandschaft geboren. Ca. sechs Wolfsfamilien haben sich bisher in Sachsen angesiedelt. Das Territorium einer Familie ist ca. 300 km² groß. Nachgewiesene Abwanderungsdistanzen von Jungwölfen, die Ihre Rudel verlassen, können über 1.000 km betragen. Wenn ein geeigneter Lebensraum vorhanden ist, kann er diesen als Langstreckenläufer binnen weniger Wochen an jedem Punkt in Deutschland erreichen.
In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Bayern können sich daher durchaus dauerhafte Wolfsterritorien bilden.

Als Rückkehrer in sein ehemaliges Verbreitungsgebiet ist der Wolf ein natürlicher Bestandteil unseres Ökosystems. Deshalb hat der NABU mit dem Rückhalt diverser internationaler, europäischer und deutscher Naturschutzabkommen, Richtlinien und Gesetze die den Wolf schützen, seit Jahren viele Aktivitäten auf kommunaler, landes- und bundesweiter Ebene zum Schutz des Wolfes ergriffen und durchgeführt. Dazu zählen Fachtagungen an denen Politiker, Jäger, Landwirte,
Naturschützer, Wissenschaftler und andere Interessengruppen teilnehmen.
Sinn und Zweck all dieser Veranstaltungen für und mit der Öffentlichkeit ist es, das Verständnis für den Wolf zu wecken, Ängste abzubauen, Sorgen bei den Tier- und insbesondere bei Schafhaltern sowie den Jägern abzubauen und eine offene Informationslage zu schaffen.
„Der NABU Garbsen hat bereits vor zwei Jahren mit Informationsveranstaltungen zum Wolf  begonnen. Das Interesse der Bürger aber auch einiger Jäger, Landwirte und Politiker war sehr groß,“ sagt Waldemar Wachtel vom NABU Garbsen und NABU Regionalverband Hannover. Mit Unterstützung der Mitgliedsstaaten der EU und des Bundesamtes für Naturschutz (BfA) soll jeweils im Kernvorkommen der Wolsregionen ein Monitoring durchgeführt oder aufgebaut werden. Damit wird die Grundlage einer regelmäßigen, strukturierten Überwachung ermöglicht. Als Grundlage zur Bewertung von Wolfsnachweisen dienen die international bewährten Kriterien des  Status and Conservation of the Alpine Lynx Population (SCALP).
Welche Sympathien die Wölfe auch in der Öffentlichkeit erreichen, zeigen u. a. die vielen WolfsPatenschaften Prominenter wie Nds. MP Christian Wulf,  Schauspieler Hardy Krüger jr. und Mariele Millowitsch.

Januar 2010
 


 
Waldemar Wachtel mit Eulentodfund
NABU: Viele Schleiereulen erleiden den Hungertod

Von Waldemar Wachtel
 
Die lang anhaltende tiefe Schneedecke mit den starken Frösten dieses Winters rafft eine große Anzahl von Schleiereulen dahin. Der NABU hat in den letzten zwei Wochen ca. 28 Anrufe von Bürgern und Landwirten erhalten, die in Teilen von Garbsen, Neustadt und Wunstorf geschwächte oder tote Schleiereulen meldeten. Leider konnten nur die wenigsten zur weiteren Betreuung in die Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen vermittelt werden. Weit über 20 Eulen konnten nur noch tot registriert werden.

„Das ist ein herber Rückschlag für die sich im Bestand gut erholten Schleiereulen, die ehrenamtlichen Naturschützer und die Landwirte, die zum Schutz dieser wunderbaren Vögel beigetragen haben“, so Waldemar Wachtel vom NABU Garbsen und Regionalverband Hannover. Noch vor wenigen Jahren waren diese Eulen im Bestand stark gefährdet. „In lang anhaltenden schneereichen Wintern können ganze Populationen dieser wunderbaren Jäger der Nacht verloren gehen“, berichtet Wachtel weiter. Deshalb dankt Wachtel insbesondere den Landwirten, die an geschützten Stellen und offene Scheunen Lock- oder Futterstellen für Mäuse anlegen. Etwas Stroh oder Heu mit Körner- oder Getreideeinstreung kann durch das Anlocken der Mäuse auch das Überleben der Eulen sichern.

Wachtel dankt aber auch all den Bürgern, die Fundstellen von geschwächten oder toten Eulen melden oder diese umgehend in die Artenschutzstation für Wildtiere in Sachsenhagen bringen. Zu erreichen ist die Station über Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, Hohe Warte, 31553 Sachsenhagen, Tel.: 05725-7087-30, Handy: 0171 6831000, Mail:
info@wildtierstation.de. In dringenden Notfällen können auch die örtlichen Tierärzte konsultiert werden. In der Regel helfen diese gern. Bei weiteren Problemen kann der NABU unter Tel.: 05137-8779975 informiert werden, Internet: www.nabu-garbsen.de sowie weitere Links zu anderen NABU-Verbandsstrukturen.

Januar 2010
 


  NABU: Eulen und Greifvögel leiden unter dem starken Winter

Schleiereule
Von Waldemar Wachtel

„Die lang anhaltende tiefe Schneedecke mit den relativ starken Frösten dieses Winters bedroht viele Greifvögel. Der NABU hat schon mehrere Hilfeersuchen für entkräftete oder Anrufe über tote Greifvögel erhalten“, berichtet Waldemar Wachtel, Vorsitzender des NABU. „Insbesondere sind jetzt die Eulenarten und hier insbesondere die Schleiereulen stark gefährdet. In lang anhaltenden schneereichen Wintern können ganze Populationen dieser wunderbaren Jäger der Nacht verloren gehen“, berichtet Wachtel weiter. Deshalb bittet der NABU insbesondere die Landwirte unter geschützten Schauern/Schobern/offene Scheunen Lock- oder Futterstellen für Mäuse anzulegen. Etwas Stroh oder Heu mit Körner- oder Getreideeinstreung kann durch das Anlocken der Mäuse auch das Überleben der Eulen sichern. Aus Erfahrung und durch Beobachtungen wissen Ornithologen, dass diese angelegten Futterstellen sehr schnell von den Eulen erkannt werden. Einfluglöcher oder Teilöffnungen in den Scheunen können auch hilfreich sein.

Einige andere heimische Eulen können sich auch von kleineren Vögeln ernähren.
Wenn entkräftete oder verletzte Greifvögel gefunden werden, sollte der Vogel zunächst in einen dunklen, gut belüfteten nicht zu großen Karton mit einer rauen Einlage gesetzt werden, damit er sich hier zunächst beruhigen und erholen kann. Dann sollte umgehend die Artenschutzstation für Wildtiere in Sachsenhagen informiert werden oder der Vogel dorthin gebracht werden.

Zu erreichen ist die Station über Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen, Hohe Warte, 31553 Sachsenhagen, Tel.: 05725-7087-30, Handy: 0171 6831000, Mail: info@wildtierstation.de. Sachsenhagen liegt südwestlich von Wunstorf.
In dringenden Notfällen können auch die örtlichen Tierärzte konsultiert werden. In der Regel helfen diese gern. Bei weiteren Problemen kann der NABU unter Tel.: 05137-8779975 informiert werden, Internet: www.nabu-garbsen.de sowie weitere Links zu anderen NABU-Verbandsstrukturen.

Januar 2010
 


 
Rotkehlchen
NABU-Appell: Winterfütterung rettet viele Vögel

Von Waldemar Wachtel

Der Winter zeigt weiterhin sein grimmiges Gesicht - und macht damit den Gefiederten ordentlich zu schaffen: Die Vögel haben große Probleme, Nahrung zu finden. Deshalb sollte die Winterfütterung jetzt forciert werden, rät der Naturschutzbund NABU. Waldemar Wachtel, Vorsitzender für Garbsen und den Regionalverband Hannover: "Die kalten und insbesondere die sehr schneereichen Tage sind für die Vögel verheerend, weil sie derzeit weder Insekten noch ausreichend Samen aus dem Vorjahr finden können. Die Ausräumung der Landschaft und Gärten hat dazu geführt, dass großer Nahrungsmangel herrscht; wo einst artenreiche Wegraine mit Stauden und Stängeln waren, an denen die Gefiederten Samen und in den Stängeln überwinternde Insekten als echte Eiweißbomben fanden, gähnen heute oft abgeerntete Maiswüsten, uniforme Gärten voller ökologisch fast wertloser Immergrünpflanzen oder gar versiegelte Flächen - Schmalhans ist Küchenmeister bei den Vögeln geworden."
Deshalb kann die art- und tierschutzgerechte Winterfütterung vielen Vögeln gerade in dichten Siedlungen sehr helfen - und sie führt Kinder an die Natur heran, stellt zudem für Senioren oft das einzige verbliebene Naturerlebnis dar. "Gut geeignet sind Futtertrichter, in denen das Futter vor Verschmutzung geschützt nachrutschen kann; auch raffiniert konstruierte Futterhäuschen gibt es mittlerweile in dieser Ausrichtung. Am besten eignen sich Futtermischungen, bei denen auch Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Erlenzeisig und andere bedacht werden sowie ausreichend Saaten und Sonnenblumenkörner als Energielieferanten für Dompfaff, Meise, Amsel, Grünfink und andere Futterhausbesucher. Sehr gut geeignet sind auch die so genannten
Energieblöcke, die wahre Kraftspender für die Vögel darstellen", berichtet Wachtel. Ein breites Angebot von Futter und Futtergeräten gibt es in den heimischen Bau- und Gartenmärkten oder beim NABU Natur Shop in Hannover, Tel. 0511 – 21571-11 oder 21571-81. Mail: info@nabu-natur-shop.de oder Internet: www.NABU-Natur-Shop.de.      
Schon in den letzten zwei Jahren erhielt der NABU viele Fragen zum stark zurückgegangenen heimischen Singvogelbestand. Unterstützen wir unsere heimischen Vögel damit wir nicht den gesanglosen Frühling erleben.

Januar 2010
 


  Liebe Besucherinnen und Besucher der NABU-Homepage,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Freundinnen, liebe Freunde des NABU,
sehr geehrte Damen und Herren,
 
es liegen noch viele Monate des neuen Jahres mit Tiefen und Höhen vor uns.
 
Was wird in ihm geschehen?
 
Wir hoffen, dass es friedlich wird auf unserer schönen Erde
und dass Vernunft, nicht Emotion dem Menschen wichtig werde.
 
Wir hoffen, dass der Glaube an wen auch immer
verdrängt wird aus der Politik, sonst wird die Weilt nur schlimmer.
 
Ein jeder Mensch mag glücklich sein mit seinen frommen Lehren.
Wir wünschen aber eines nicht, den Drang uns zu bekehren oder zu belehren.
 
Der Mensch, der frei geboren ist, der sollte dafür danken.
Selbst wenn er nichts mehr sagen darf, frei bleiben die Gedanken.
 
Ein offenes Wort am richtigen Ort kann für Bewegung sorgen
und damit unsere Zukunft mitgestalten und sei es erst für übermorgen.
 
Setzen wir im neuen Jahr dem Überfluss Grenzen und lassen die Grenzen
überflüssig werden.
Geben wir dem Glauben seine Freiheit und machen die Freiheit zum Glauben aller.
Schenke wir unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde.
Geben wir unserem Verstand Herz und unserem Herzen Verstand.
 
Kopenhagen und andere Veranstaltungen haben es gezeigt, Natur- und Umweltschutz sind hohe Ziele.
Wir sollten alle dazu beitragen sonst erleben wir weitere Katastrophen und zwar sehr viele.
 
Erfolge sind nur mühsam zu erringen, deshalb lasst uns unseren Beitrag gemeinsam erbringen.
Lasst uns denen trotzen, die nur über Natur- und Umweltschutz motzen.
 
Ein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen und Mitgliedern aller Verbände, die in Ihrer Freizeit viele Aufgaben zum Wohl der Allgemeinheit erfüllen.
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, auch im Namen der Vorstände des NABU Stadtverbandes Garbsen und des NABU Regionalverbandes Hannover alles Gute, viel Glück und Gesundheit für das Jahr 2010.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Waldemar Wachtel
1. Vorsitzender
NABU Stadtverband Garbsen und
NABU Regionalverband Hannover

 


  Der NABU Stadtverband Garbsen übernimmt die Pflege eines weiteren Winterquartieres für Fledermäuse

Winterquartier Wunstorf
Fledermausschützer engagieren sich in der Pflege eines Röhrenquartieres

Von Dagmar Strube

Auf Wunsch der Stadt Wunstorf haben die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube ab Ende Oktober 2009 die Pflege eines weiteren Winterquartieres für Fledermäuse übernommen. Das ehemals als Ausgleichsmaßnahme angelegte Röhrenquartier in einem Erdwall wurde leider seit einigen Jahren nicht mehr betreut.

Bei der ersten Begehung der Fledermausschützer mit H. Beyer vom Umweltamt der Stadt Wunstorf stellten sich schnell die Mängel heraus. Aufgrund des verstopften und wohl seit einigen Jahren nicht mehr gereinigten Wasserzulaufs war das Quartier staubtrocken und viel zu warm. In einer vorbildlichen Kooperationsarbeit  zwischen der Stadtverwaltung und den Fledermausschützern konnte es noch bis Mitte Dezember erreicht werden, dass das Quartier die ersten Kondenztropfenbildungen anzeigte. Bei dieser zweiten Kontrolle konnten Strubes die ersten Mücken und Tagpfauenaugen im Quartier entdecken. Die ersten Indizien für eine Besserung des Klimas im Winterquartier. Auch wenn das vielversprechende Röhrenquartier sicherlich in diesem Winter noch nicht von Fledermäusen angenommen werden wird, so sind Strubes zuversichtlich, spätestens im Winter 2010/2011 Fledermäuse zu finden.

Dezember 2009
 


 
Fledermaus-Winterquartier Garbsener Schweiz
Altes Fledermaus- Winterquartier neu hergerichte

Fledermausschützer richten in Rekordzeit zweites Winterquartier ein

Von Dagmar Strube

Versteckt in einem Garbsener Waldstück steht ein verlassenes Pumpenhaus. Dies war einst vor Jahrzehnten als Fledermaus-Winterquartier eingerichtet worden und dann leider nicht mehr gepflegt worden. Damit veränderten sich im Laufe der Zeit die Bedingungen innerhalb des Gebäudes. Es blieb sich selbst überlassen und versank in Vergessenheit.
 
Vor einem dreiviertel Jahr erfuhr unser neu gegründetes Fledermausteam von diesem Objekt. Nach vielen Telefonaten und Schriftwechseln erhielten wir im Sommer die Genehmigung in diesem Spätherbst aktive werden zu können. Voller Energie und Tatendrang traf sich das mehrköpfige Team mit zahlreichen Ideen im Hinterkopf. Doch bevor wir an die eigentliche Arbeit des Herrichtens des Quartieres denken konnten, erforderte es Ausdauer um den Zugang zum Häuschen von Unrat, Brettern und enormen Bergen aus zu Erde gewordenem Laub zu beseitigen. Nach gut einer dreiviertel Stunde schweißtreibender Arbeit konnte die Tür geöffnet werden und der lang ersehnte Blick ins Innere und damit der Maßnahmenkatalog erstellt werden.
 
Einige Quartiersteine hingen noch an den Wänden. Sie waren mit alten und verlassenen Vogelnestern bestückt. Somit hatten wenigstens die gefiederten Gesellen hier ein Versteck gefunden. Das Dach des Häuschens war offen, Durchzug spürbar und die Tür absolut marode. Obendrein war der Erdboden mit fauligem Stroh ausgelegt und viel zu trocken. Für uns war somit klar, in den letzten Wintern hatten hier keine Fledermäuse Unterschlupf gesucht. Die Bedingungen waren einfach viel zu schlecht. Doch sofort war auch klar, dass es sich auf alle Fälle lohnen würde, hier mehrere Wochenenden Freizeit zu verbringen, um das Quartier wieder herzurichten.
 
Nachdem das Stroh beseitigt war, kümmerten wir uns zunächst vorrangig um die Anbringung der "Steinbetten" für Fledermäuse. Die bestehenden Steine wurden von dicken Spinnenweben und Dreckschichten gereinigt und nach neuen Erkenntnissen aufgehängt. Aus unserer Sicht modernere Steinblöcke aus Ton als zusätzliche Schlafangebote für die Fledermäuse hingen nach gut 3 Stunden an den Wänden und boten so den Säugetieren unterschiedliche Schlafmöglichkeiten an. Nach mehreren Arbeitseinsätzen war schließlich das Dach repariert, die zugigen Löcher verschlossen und eine Isolierung für das ideale Fledermaus-Raumklima geschaffen - feucht, dunkel, kühl aber frostfrei!
 
Im dritten Arbeitseinsatz wurde die selbstgebastelte neue Tür angebracht. Nach Abschluss dieser Arbeiten zog die notwendige Ruhe in dieses Quartier ein. Wir bitten dringend alle möglichen "Entdecker" des Quartieres, diese Ruhe zu erhalten, um den vom Aussterben bedrohten Tieren helfen zu können. Denn mit etwas Glück, wird der Unterschlupf noch in diesem Winter aber sicherlich spätestens im darauffolgenden Jahr von Fledermäusen angenommen.
 
Auch hier ist wieder unsere Frage: Wer kennt derartige Gebäude (Eiskeller, Kartoffelkeller, Gewölbe,....) in Garbsen, die meist ungenutzt halb im Erdreich liegen?

November 2009
 


  Fledermaus-Winterquartier Garbsen

Ringofen im Stadtpark
Fledermausschützer leisteten erneut Optimierungsarbeiten im Ringofen

Von Dagmar Strube

Seit September herrscht rund um das flächenmäßig größte Fledermaus-Winterquartier des NABU Stadtverbandes Garbsen absolute Ruhe. Damit hat es das ehrenamtliche Fledermaus-Fachteam das zweite Mal geschafft, anstehende Maßnahmen an und in dem Gebäude rechtzeitig vor den Sondierungsflügen der Fledermäuse auf der Suche nach Winterquartieren abzuschließen. Auch wenn die Fledermausfreunde bereits im Sommer 2008 von Juli bis Ende August fast jedes Wochenende in ihrer Freizeit in dem Gewölbe gearbeitet hatten, so standen doch noch einige unerledigte Arbeiten an. So mussten weitere ehemalige Abzugslöcher des Ofens und Spalten verschlossen werden, der Einflugsschlitz verkleinert, weitere Ritzen und Fugen gereinigt und Aufräumarbeiten durchgeführt werden.
 
Alle Maßnahmen hatten das Ziel, in dem dunklen, feuchten und modrigen Gewölbe noch optimalere Bedingungen für die bedrohten Fledermäuse zu schaffen.
 
Als letzte Maßnahme für dieses Jahr sorgte das Team in dem kurzen Zeitfenster zwischen dem Ende der Vogelbrut und den Sondierungsflügen der Fledermäuse auf der Suche nach geeigneten Winterquartieren für den nötigen Freischnitt des Gewölbes.
 
Abschließend scherzte Familie Strube: "Im Ringofen sind für diesen Winter alle Steinbetten gemacht und warten auf die pelzigen kleinen Winterschläfer!"
 
Ob die vom Aussterben bedrohten Insektenfresser ihren mehrmonatigen Winterschlaf in diesem Gewölbe halten werden, hängt auch von der Ruhe um das Gebäude ab. Daher bitten die Fledermausschützer, den Dornröschenschlaf nicht zu stören, damit die nützlichen Insektenfresser hier die nahrungsarme Zeit bis zum Frühjahr unbeschadet verschlafen können bevor sie wieder auf die Jagd nach Mücken und Motten durch die Nacht fliegen.


November 2009
 


 
Olaf Tschinke, Matthias Platzeck, Eick v. Ruschkowski, Waldemar Wachtel
NABU vom wieder gewählten Ministerpräsidenten Matthias Platzeck in Potsdam empfangen

Von Waldemar Wachtel

Waldemar Wachtel, erster Vorsitzender des NABU Stadtverbandes Garbsen und des Regionalverbandes Hannover war als gewählter Delegierter des Landesverbandes Niedersachsen mit weiteren 200 Delegierten aus ganz Deutschland zur Bundesdelegiertenversammlung nach Potsdam/Brandenburg eingeladen.

Der NABU als größter deutscher Naturschutzbund mit ca. 450.000 Mitgliedern zieht für 2009 ein positives Resümee und führt für 2010 viele neue Projekte auf nationaler und internationaler Ebene auf. Er ist der einzige Naturschutzverband, der durchgehend flächenmäßig organisiert und von den Gruppen vor Ort gut vertreten wird. Damit ist er gefragter Ansprechpartner von Bürgern, den Schulen und auf allen Ebenen auch konstruktiv-kritisch für die Politik. Dies betonte insbesondere auch Ministerpräsident (MP) Platzeck in seiner Begrüßungsrede und in kleinen Gesprächsrunden. Als eine besonders erfolgreiche Kooperation zwischen dem NABU und dem Land Brandenburg führte Platzeck Europas größtes Flussrenaturierungsprojekt an der Havel auf. Diese Renaturierung ist auf ca. 12 Jahre ausgelegt. Der ebenfalls als Gast anwesende sehr naturverbundene Großunternehmer Dr. Michael Otto vom Otto-Versand und Vorsitzender der Michael-Otto-Stiftung, Hamburg unterstützt das Projekt weiter mit der Überreichung eines Schecks über einen bedeutenden Betrag.

Der Bundesvorstand des NABU dankte Platzeck für die Unterstützung des Landes bei weiteren Naturschutzprojekten in Brandenburg. Wachtel gratulierte Platzeck in einem persönlichen Gespräch zur Wiederwahl als MP. Weiter äußerte er, dass er sich auch ein ähnliches Engagement von der Landesregierung in Niedersachsen wünschen würde, die bisher nicht mal den Anforderungen der EU nachkommt, fristgerecht genügend FFH-Gebiete auszuweisen. Auch das Naturschutzgroßprojekt Hannoversche Moorgeest wird zu schleppend vorangetrieben.


November 2009
 


  Moorerlebnistage am Wochenende des 17. und 18.10. 2009

Herbststimmung
Von Waldemar Wachtel

Wegen der großen Nachfrage und des großen Erfolges der Mooraktionstage 2008 bietet der "Aktionskreis Hannoversche Moorgeest" auch in diesem Jahr die Möglichkeit, die vier im Naturschutzgroßprojekt zusammen gefassten Hochmoore durch Exkursionen und einen Arbeitseinsatz genauer kennen zu lernen.
Organisiert werden die Veranstaltungen durch den BUND, den NABU, die Landesjägerschaft Niedersachsen und die Naturkundliche Vereinigung Langenhagen.

 

Programm: Moor-Erlebnistage 2009

Datum

Uhrzeit

Thema / Ort

Samstag,
17. Okt.

09:00 h

Arbeitseinsatz im Bissendorfer Moor
Leitung: Dr. Reinhard Löhmer, BUND und FAM
Treffpunkt: Kananohe, Waldparkplatz

Samstag,
17. Okt.

10:00 h

Exkursion ins Otternhagener Moor
Leitung: Dr. Eberhard Gärtner, FAM
sowie Luder Schmidt, Naturhistorische Gesellschaft Hannover
Treffpunkt: Sportplatz Resse, Osterbergstraße

Samstag,
17. Okt.

14:00 h

Exkursion ins Schwarze Moor bei Garbsen
Leitung: Folcke Hein und Ulrich Knocke, Niedersächsische Landesjägerschaft
Treffpunkt: Resse, Osterbergstraße in Höhe des Friedhofes

Sonntag,
18. Okt.

10:00 h

Exkursion ins Resser Moor
Leitung: Dr. Eberhard Gärtner, FAM
Treffpunkt: Abbensen, Gasthof zur Post, Alte Zollstr. 5

Sonntag,
18. Okt.

14:00 h

Exkursion ins Bissendorfer Moor
Leitung: Dr. Eckhard Schmatzler, Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde
sowie Ludwig Uphues, NABU
Treffpunkt: ehemaliges Heideschlößchen, OT Kaltenweide, Kananoher Straße 98 / Ecke Waldweg

 

Mehr Informationen und ein Faltblatt finden Sie unter www.nabu-regionhannover.de

Oktober 2009
 


 
Müllsammlung Berenbosteler See
NABU reinigt Berenbosteler See vom Müll

Von Waldemar Wachtel

Hinweise von verärgerten Bürgern und eigene Beobachtungen des NABU zeigten eine starke Vermüllung insbesondere des Westufers am Berenbosteler See.
Der sehr stark gefallene Wasserstand zeigte eine Vielzahl von Flaschen mit ehemals alkoholischem Inhalt und weiteren Müll wie abgerissene alte Mülltonnen. Gut gefüllte Müllsäcke wurden von der Stadt abtransportiert. Der NABU Garbsen vertritt die Ansicht, dass durch ein Alkoholverbot in den städtischen Grünanlagen eine derartige Vermüllung von vorrangig Bier-, Schnaps- und weiteren alkoholbehinhaltenden Flaschen vermieden werden könnte. Das Gleiche gilt für die Verletzungsgefahr für Mensch und Tier durch die Folgen des Alkoholkonsums wie z. B. unzähligen Glasscherben von zerschlagenen Flaschen und fast täglich auftretende Vandalismusspuren verdeutlichen.
 
Waldemar Wachtel kritisiert weiterhin das Problem der Gewässerbetreuungen durch Angelvereine. Trotz Pachtvertrag mit der Stadt Garbsen und der Aufsichtspflicht der Angelvereine wird offensichtlich der Vermüllung und dem Auslegen von unbeaufsichtigten Angelruten und Netzen nicht entschieden genug entgegengewirkt.
Dies ist an diesem Beispiel aber auch an mehreren toten und vermissten Wasservögeln der letzten Jahre festzuhalten. Unselige Beispiele sind tote Schwäne im Jahr 2008 und die Bilddokumentation der Presse im September 09 über einen Schwan mit verschluckter Angelschnur am Schwarzen See, der von der Feuerwehr eingefangen und in die Tierärztliche Hochschule eingeliefert wurde. Von den ehemals sechs Jungschwänen sind nur noch drei am Leben.
Der NABU fordert die Angelvereine, insbesondere den AC Garbsen nachdrücklich auf, Ihrer Aufsichtspflicht und Verantwortung besser nachzukommen, damit keine weiteren Tierarten gefährdet werden.
Wachtel weist darauf hin, dass Verstöße gegen das Arten- und Bundesnaturschutzgesetz strafbar sind.
Politik, Stadtverwaltung und die Polizei sind ebenfalls gefordert, bei Entscheidungen der Nutzung und Verpachtungen von Gewässern für die Einhaltung der Gesetze zu sorgen und die strafbaren Handlungen von Wildanglern sowie unnötige Vermüllungen und die häufig daraus folgenden Vandalismen aufgrund des Akoholholkonsums zu unterbinden. Naturbelassene Gewässer sollten überhaupt nicht für kommerzielle Zwecke verpachtet werden. Standorttreue Wasser- und auch Zugvögel sind auf diese Wasserflächen angewiesen.

Oktober 2009
 


  Fledermäuse begeisterten Besucher im Stadtpark Garbsen

Besucher Fledermausnacht im Stadtpark
Den Flugakrobaten der Nacht auf der Spur

Von Dagmar Strube

Über 80 Besucher führte das Team des NABU Stadtverbandes Garbsen am 11.09.09 im Rahmen der Gartenregion Hannover in die Welt der Fledermäuse. Um 19.30 Uhr traf sich die beachtliche Gruppe am Eingang zum Stadtpark Garbsen am Kastendamm. Dort begrüßte die Fledermaus-Betreuerin Dagmar Strube herzlich die Besucher und achtete stets bei ihren Ausführungen darauf, dass auch die Kinder mit in die Diskussion einbezogen wurden. Nach der gut 1/2 Stunde dauernden Einführung startete die Gruppe zu ihrer Beobachtungstour. Nach wenigen Metern zeigte Strube den Besuchern die in diesem Sommer angebrachten Fledermausflachkästen, die an Bäumen im Stadtpark angebracht worden sind. Diese sogenannten Spaltenkästen können den Fledermäusen im Sommer als Schlafquartier und eventuell auch im Herbst als Paarungsquartier dienen. Nun dauerte es nur noch wenige Minuten bis die ersten Fledermäuse zwischen den Bäumen ihre Flugakrobatik zeigten. Insbesondere die Kinder begrüßten die Kobolde der Nacht mit freudigen Ausrufen und machten somit auch die Erwachsenen auf die rasanten Flugkünstler aufmerksam. Nach mehreren weiteren Kontakten gelang es Strubes jedem Besucher Fledermäuse nicht nur zu zeigen, sondern auch deren Rufe mit Hilfe des Bat-Detektors hörbar zu machen. Highlight des Abends waren aber unangefochten die zahlreichen Wasserfledermäuse während ihres Jagdfluges. Gegen 21.30 Uhr endete die erfolgreiche Exkursion am Ausgangspunkt. Strube erklärte abschließend: "Es freut mich, dass sich so viele Bürger für die bedrohten Säugetiere interessieren und hoffen, dass es uns trotzt der wirklich sehr beachtlichen Größe der Gruppe gelungen ist, unsere Begeisterung für die bedrohten  Fledermäuse weiter zu geben."

September 2009
 


 
Fledermaus-Exkursion mit den Grünen
Dämmerungs- wanderung in die Welt der Fledermäuse

Die bedrohten Insektenfresser zeigen ihre rasanten Flugbilder

Von Dagmar Strube

Der Bitte der Garbsener Grünenvorsitzenden Martina Märtz eine Exkursion in die Welt der Fledermäuse zu führen, kamen die Fledermaus-Betreuer Karsten und Dagmar Strube des NABU Stadtverbandes Garbsen gerne nach. Obwohl es den ganzen Samstag über immer wieder heftige Regenschauer gegeben hatte, traf sich die Gruppe mit wetterfester Kleidung und einer gesunden Portion Optimismus abends am Berenbosteler See. Es dauerte nicht lange, so konnte Dagmar Strube schon während der Begrüßung feststellen: "Der Wind hat sich gelegt, der Himmel klart immer weiter auf. Mit etwas Geduld werden wir heute gute Fledermausbeobachtungen verzeichnen können." Nach der anschaulichen und auch für die Kinder gut verständlichen Einleitung, startete die Gruppe mit sichtbar erwartungsvoller Spannung. Schon nach wenigen Metern wurden die Fledermausfreunde belohnt. Eine rasant fliegende Zwergfledermaus zeigte den Famililen ihren schnellen Jagdtflug. Nach diesem ersten Kontakt zeigte sich, das Strube mit ihrer Prognose richtig gelegen hatte. Denn von nun an konnten die Fledermaus-Betreuer immer wieder auf Zwerg- und Breitflügelfledermäuse aufmerksam machen. Nachdem auch die jagenden Wasserfledermäuse gesehen und mit Hilfe des Bat-Detektors gehört werden konnten, zeigte sich schließlich ein strahlender Vollmond am Himmel. Eine gelungene Exkursion, die mit Spaß und Fachwissen viele Fragen zu den vom Aussterben bedrohten nachtaktiven Säugetieren Groß und Klein aufzeigte.

September 2009
 


  Batnight des NABU Stadtverbandes war ein toller Erfolg

Besucher der Batnight 2009
Europäische Fledermausnacht in Garbsen

Von Dagmar Strube

Im Rahmen der europaweiten Veranstaltung zur Nacht der Fledermäuse führte der NABU Stadtverband Garbsen am 28.08.2009 unter Leitung von Dagmar Strube und ihrem Fledermaus-Team rund 70 Besucher am Berenbosteler See erfolgreich in die Welt der nachtaktiven Fledermäuse. Besonders freuten sich die Fledermaus-Betreuer über den Besuch der zahlreichen Kinder mit ihren Familien. Unermüdliche beantwortete das Team die vielen Fragen rund um das Leben der vom Aussterben bedrohten Flugakrobaten. Nach der anschaulichen Einführung in die Fledermauswelt startete die Gruppe, um die rasanten Kobolde der Nacht bei der Jagd nach Insekten zu beobachten. Mucksmäuschenstill lauschten die beachtliche Gruppe, den Rufen der Fledermäuse, die die NABU Mitglieder mit Hilfe von Bat-Detektoren hörbar machten. Nach den ersten Beobachtungen von Breitflügel- und Zwergfledermäusen entdeckte Sarah Herale (12) die ersten jagenden Wasserfledermäuse über dem See. Begeistert ließen sich die Gäste von Strubes die Tiere zeigen und beobachteten wie die Tiere in beachtlicher Geschwindigkeit ihre Kreise knapp über der Wasseroberfläche zogen. Das NABU-Team von Irene Sachmann-Ober, Karl-Dieter Ruhlig und Familie Strube freute sich abschließend über die guten Beobachtungserfolge.

August 2009
 


 
Josie und Pierre helfen dem NABU-Team
NABU bietet Fledermäusen Sommer- und Paarungsquartiere an

Selbstgebaute Spaltenkästen wurden aufgehängt

Von Dagmar Strube

Ein Team vom NABU Stadtverband Garbsen und zwei Schülern der Georg-Elsner Hauptschule haben am Mittwoch 20 Fledermauskästen im Stadtpark Garbsen angebracht. Die aus unbehandeltem Fichtenholz gefertigten Spezialkästen wurden im letzten Herbst bei einer NABU-Aktion zum Freiwilligen-Tag mit Schülern der des 7.Jahrganges unter Anleitung von Karl-Dieter Ruhlig zusammengebaut. Nachdem jeder Kasten mit Nummer und Namen des Erbauers versehen worden war, wurden die Kästen in ca. 4 Metern Höhe fachkundig an Bäumen im Stadtpark Garbsen angebracht. Strube erklärt: „Fledermäuse leiden in der heutigen Zeit unter Wohnungsnot, daher versuchen wir mit den angebrachten Spaltenkästen den Fledermäusen im Sommer und Herbst zusätzliche Schlaf- und Paarungsquartiere anzubieten.“ Ob die neugierigen insektenfressenden Säugetiere die Angebote annehmen, wird Strube kontrollieren.

Mai 2009

 


  NABU entlässt Winterpfleglinge in die Freiheit

Igel
Stachelritter wurden ausgewildert

Von Dagmar Strube

In der Abenddämmerung entließ Familie Strube ihre stachligen Wintergästen wieder in die Freiheit. Alle Pfleglinge waren hilfsbedürftige Igel gewesen. Den ersten Igel nannte die Familie liebevoll Bubi. Er wurde von Schülern der Ratsschule gefunden, als er mit seinem Kopf in einem Metallzaun feststeckte und sich nicht mehr befreien konnte. Durch die gute Pflege erholte sich das Männchen schnell von seiner Unterkühlung und legte ordentlich an Gewicht zu. Ab Weihnachten 2008 zog Bubi deshalb aus dem warmen Keller in das Gartenhaus der Familie Strube um. Dort konnte er in gut isolierten Kartons unter Bergen von Zeitungspapier für 2 ½ Monate in den Winterschlaf fallen. Die Igeldamen Bibi und Oldie benötigten wesentlich mehr Pflege. „Oldie ist eine ältere Dame, die offensichtlich noch sehr spät Junge gehabt hatte und sehr geschwächt auf dem Schulhof der Osterbergschule gefunden worden war, Bibi lief mir in unserem Garten mit knappen 200 g im Schnee im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße“ erklärt Frau Strube. Während der Pflegezeit kamen immer wieder Schüler und Kinder aus der Nachbarschaft vorbei und versorgten die „Pflegestation“ mit dem nötigen Zeitungspapier. Dafür halfen sie gern bei der abendlichen Fütterung mit. Nachdem um Ostern wieder die Blätter an den Bäumen waren und alle Tiere putzmunter, gewichtig und gesund, entließ Familie Strube alle Tiere in die Freiheit. Der stets hungrige Bubi zog es jedoch zunächst vor, noch das bereit gestellte Katzenfutter vorsorglich zu verspeisen bevor er den Igeldamen am Gras schnüffelnd folgte und sich schließlich in die umliegenden Büsche in die Freiheit verabschiedete. Fürsorglich wurde noch Wasser und weiteres Katzenfutter in den aufgestellten Futterstellen angeboten. Alle Igelfinder werden sich freuen zu lesen, dass alle Igel zum abendlichen Schmaus in der absoluten Dunkelheit noch mehrere Abende wieder an der Futterstelle auftauchten.

April 2009
 


 
Fledermaus im Winterschlaf
Winterquartier für Fledermäuse ist angenommen

Optimierungsarbeiten zeigen Erfolge

Von Dagmar Strube

Die monatelangen Arbeiten rund um den Ringofen im Stadtpark deuten auf die Richtigkeit der Maßnahmen hin. Zu Beginn der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung am 18.03.2009 informierte Dagmar Strube in einer öffentlichen Sitzung die Mitglieder anhand einer Power-Point-Präsentation über die Winterwelt der Fledermäuse und gab einen ersten erfolgreichen Statusbericht ab. Bei der ersten Winterzählung für Fledermäuse im Januar 2009 konnten die Fledermausbetreuer Karsten und Dagmar Strube voller Freude die ersten Tiere finden. Dabei handelte es sich um drei Langohren und um eine Wasserfledermaus. Für diesen Sommer sind weitere Optimierungsarbeiten in dem Gewölbe geplant. Wer Interesse hat, dem ehrenamtlichen Team hierbei zu helfen, wird gebeten sich bei Familie Strube (05131/92750) zu melden.

März 2009

 


  NABU entdeckt geschützte Knoblauchkröten und Kammmolche am Amphibienschutzzaun

Knoblauchkröte
Krötenschutzzaun an der Meyenfelder Straße

Von Dagmar Strube

Die Freude beim Naturschutzbund ist groß. Bei den morgendlichen Begehungen des Krötenschutzzaunes entlang der Meyenfelder Straße konnte Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen in den letzten Tagen neben den Erdkröten, Fröschen und zahlreichen Teichmolchen auch die streng geschützten und vom Aussterben bedrohten Knoblauchkröten und Kammmolche entdecken und sicher über die stark befahrene Meyenfelder Straße zu ihrem Laichgewässer tragen. Die bisher entdeckten 23 Knoblauchkröten und 24 Kammmolche bestätigen die Richtigkeit der Gewässerpflegemaßnahmen eines Biotopes am Berenbosteler See vor 2 Jahren und lassen auf eine positive Entwicklung der seltenen Amphibien in diesem Gebiet hoffen. Neben dieser Population sind die beiden besonders geschützten Arten noch in der Hannoverschen Moorgeest zu finden.

März 2009
 


 
U. Koch, W. Wachtel, K.-D. Ruhlig, D. Strube
NABU stellt Amphibien-
schutzzäune auf, Helfer gesucht

Von Waldemar Wachtel

Mit der jetzigen Wetterumstellung und den ersten wärmeren Tagen hat eine vereinzelte Krötenwanderung begonnen. Der nächste einsetzende Regen mit Temperaturen um 10 Grad Plus wird das Startsignal für eine explosionsartige Wanderungsbewegung der Kröten, Grasfrösche und Molche sein. Der NABU hat deshalb am Montag, den 02.03.09 mit der Aufstellung der Schutzzäune begonnen. An der Schönebecker Allee wurde der erste Zaun aufgestellt. Ab Dienstag, den 03.03.09 folgen die Zäune an der Gutenbergstraße und an der Meyenfelder Straße. An diesen Straßen werden auch Straßeneinengungen durch Baken sowie die Aufstellung von Warnschildern nötig.
Ein weiterer Krötenschutzzaun wird anschließend an der Dorfstraße  zwischen Berenbostel und Stelingen aufgestellt.
Die Gesamtlänge beträgt ca. 2.500 m. Waldemar Wachtel vom NABU rechnet damit, dass von den fleißigen NABU-Mitgliedern, wie in den Vorjahren ca. 1000 Amphibien eingesammelt, gerettet und in die Biotope und Regenrückhaltebecken gesetzt werden. Wachtel appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die durch Krötenwarnschilder gekennzeichneten Bereiche an der Gutenbergstraße und der Schöneberger Allee, aber auch an der gesamten Meyenfelder Str. in Höhe des Berenbosteler Sees mit erhöhter Aufmerksamkeit und verminderter Geschwindigkeit zu befahren. Nach Aussagen der TU Braunschweig werden Kröten immer häufiger dadurch gefährdet, weil bei nicht angepasster Geschwindigkeit über 30 km/h, der Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn so gefährlich ist, dass die Amphibien allein schon dadurch getötet werden.  Für die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen werden Radarkontrollen sorgen. Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer in diesen Bereichen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll fahren.
Zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer erhält jeder NABU-Aktivist eine mit dem NABU-Schriftzug und Wappen gekennzeichnete Warnweste. Laut Wachtel sollen diese auch den Garbsener Bürgern und den Verkehrsteilnehmern signalisieren, dass hier berechtigte Helfer des NABU tätig sind. Wer den NABU und die Amphibien unterstützen möchte, kann sich bei Waldemar Wachtel melden, Tel.: 05137-8779975.


März 2009

 


  Schnittmaßnahmen im Dienste der Natur

Fleißige NABU-Mitglieder
Pflegemaßnahmen an Obststreuwiese und Gewässer

Von Dagmar Strube

Weder Schneefall noch Regen konnte die emsigen NABU Mitglieder bei ihren Pflegeaufträgen im Dienste der Natur aufhalten. Tagelang arbeiteten verschiedene Teams an zwei verschiedenen Grundstücken. Das erste Projekt zu Pflegemaßnahmen war der noch ausstehende Restfreischnitt aus dem letzten Jahr auf einer Obststreuwiese. Ziel war hier, möglichst die Obstbäume zu erhalten und zu engstehenden Tannen auszulichten. Derzeit laufen hier noch die Arbeiten zum Obstbaumschnitt weiter. Das zweite Projekt diente der Gewässerpflege. An einem Regenrückhaltebecken mussten durch Sturm entwurzelte Bäume entlastet werden. Dem Arbeitstrupp gelang es, die Baumkronen zu entfernen und den Wurzelballen wieder dem Erdreich zu übergeben. Mit etwas Glück, werden die Weiden wieder Fuß fassen und neu ausschlagen. An anderer Stelle wurden zu dicht stehende Gehölze ausgelichtet.

Februar 2009
 


  NABU referiert über das Fledermaus-Winterquartier im Stadtpark
Fledermaus im Winterschlaf

Sehr gute Kooperationsarbeit zwischen NABU und Stadt Garbsen

Von Dagmar Strube

Am 18.03.2009 informiert Dagmar Strube als ehrenamtliche Fledermaus-Betreuerin ab 18.00 Uhr im Ratssaal des Rathauses Garbsen-Mitte über das Fledermaus-Winterquartier im Stadtpark. Der ca. ½ stündige Power-Point-Vortrag ist kostenlos und wird zu Beginn des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung gehalten. Er bietet interessierten Bürgern einen nicht alltäglichen Einblick in die Welt der winterschlafenden Fledermäuse und ist öffentlich.

Februar 2009
 


 
Rotkehlchen
NABU-Appell: Winterfütterung weiter fortsetzen

Von Waldemar Wachtel

Der Winter zeigt weiterhin sein grimmiges Gesicht - und macht damit den Gefiederten ordentlich zu schaffen: Die Vögel haben große Probleme, Nahrung zu finden. Deshalb sollte die Winterfütterung jetzt fortgesetzt werden, rät der Naturschutzbund NABU. Waldemar Wachtel, Vorsitzender für Garbsen und den Regionalverband Hannover: "Die Tage werden länger, der Frühling naht mit gemächlichen Schritten. Viele Vogelfreunde begehen nun den Fehler, anzunehmen, dass sie die Winterfütterung einstellen könnten - das ist für die Vögel an der Futterstelle verheerend, weil sie derzeit weder Insekten noch ausreichend Samen aus dem Vorjahr finden können. Die Ausräumung der Landschaft und Gärten hat dazu geführt, dass großer Nahrungsmangel herrscht; wo einst artenreiche Wegraine mit Stauden und Stängeln waren, an denen die Gefiederten Samen und in den Stängeln überwinternde Insekten als echte Eiweißbomben fanden, gähnen heute Maiswüsten, uniforme Gärten voller ökologisch fast wertloser Immergrünpflanzen oder gar versiegelte Flächen - Schmalhans ist Küchenmeister bei den Vögeln geworden."
 
Deshalb kann die art- und tierschutzgerechte Winterfütterung vielen Vögeln gerade in dichten Siedlungen sehr helfen - und sie führt Kinder an die Natur heran, stellt zudem für Senioren oft das einzige verbliebene Naturerlebnis dar. "Am besten geeignet sind Futtertrichter, in denen das Futter vor Verschmutzung geschützt nachrutschen kann; auch raffiniert konstruierte Futterhäuschen gibt es mittlerweile in dieser Ausrichtung. Sehr gut geeignet sind auch die so genannten Energieblöcke, die wahre Kraftspender für die Vögel darstellen", berichtet Wachtel. Ein breites Angebot von Futter und Futtergeräten gibt es beim NABU Natur Shop in Hannover, Tel. 0180 - 5333038, www.NABU-Natur-Shop.de.      
Schon in den letzten zwei Jahren erhielt der NABU viele Fragen zum stark zurückgegangenen heimischen Singvogelbestand. Unterstützen wir unsere heimischen Vögel damit wir nicht den gesanglosen Frühling erleben.


Februar 2009

 


  NABU optimiert Fledermaus-Winterquartier im Ringofen
Ruhlig, Stojan, Butsch, Strube

Sehr gute Kooperationsarbeit zwischen NABU und Stadt Garbsen

Von Dagmar Strube

In den letzten vier Monaten hat der NABU Stadtverband Garbsen in einer sehr guten Kooperation mit der Stadtverwaltung Garbsen eine Optimierung des bereits bestehenden Fledermausquartieres im historischen Ringofen der ehemaligen Dampfziegelei erreicht. Mit vielen Arbeitsstunden an zahlreichen Wochenenden haben die ehrenamtlichen Fledermausfreunde das Innere des Ofens fachkundig als hergerichtet.
Der NABU Stadtverband Garbsen dankt hierbei ausdrücklich dem langjährigen Experten für Fledermauswinterquartiere, Bernhard Rose, für seine überaus intensive und vor allem fachkundige Unterstützung. Neben den mühsam geschaffenen Zugängen in die einzelnen Kammern waren die Anbringung von speziellen Hohlziegeln als Schlafquartiere und die Erreichung des idealen Klimas Ziel der Fledermausschützer. Viele Fledermausarten benötigen für den von November bis März dauernden Winterschlaf einen frost- und zugfreien Ort, der eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen muss. Derartige Quartiere sind in der heutigen Zeit kaum noch vorhanden.
Durch die intensiven Arbeiten des Teams um Familie Strube und Karl Dieter Ruhlig wurde der Ringofen zu einem idealen Gewölbe mit hunderten von Versteckmöglichkeiten ausgestaltet. Hand in Hand liefen auch die zahlreichen Arbeiten der Stadt rund um den Ringofen. Die Einzäunung sowie die Einsaat einer Blumenwiesen sowie die optische Eingliederung in die Parkgestaltung wurden gut terminiert mit den Fledermausfreunden abgesprochen und realisiert. Erfreut zeigte sich Strube am Pressetermin auch bezüglich der positiven Resonanz der  Fachleute während der 17. Landesfachtagung des Fledermausschutzes auf Gut Sunder, wo sie das Projekt vorgestellt hatte. Am letzten Samstag gelang des den Fledermausfreunden durch einen abschließenden Arbeitseinsatz die restlichen Zuglöcher zu schließen.
Damit ist es dem NABU Stadtverband Garbsen gelungen, in Zusammenarbeit mit der Stadt Garbsen, die Arbeiten rechtzeitig noch vor Ende der Paarungszeit der Fledermäuse und somit des Zeitpunktes, wo die nachtaktiven Säugetiere ihre Winterquartiere aufsuchen, fertig zu stellen. Nun kann die nötige Ruhe am Bauwerk einkehren. Strube und Ruhlig betonen die Wichtigkeit dieser Ruhe: „Der störungsfreie Winterschlaf ist für die insektenfressenden Säugetiere überlebenswichtig. Fledermäuse, die im Winter durch Störungen aufgeweckt werden, verbrauchen wertvolle Fettreserven und können schließlich an Erschöpfung sterben, bevor der Frühling neue Nahrung in Form von Insekten bringt.“ Da alle in Deutschland lebenden Fledermäuse vom Aussterben bedroht sind, ist dieses besonders wichtig.


Oktober 2008
 


 
Der Igel ist ein Wildtier
Nicht jeder Igel ist hilfsbedürftig

Im Spätherbst sind häufig noch Jungigel auf der Jagd nach Insekten, Schnecken und Regenwürmern zu sehen. Diesen jungen Stachelrittern, die dann noch nicht das nötige Gewicht von mindestens 500 g zum erfolgreichen Winterschlaf haben, können Igelfreunde helfen. Bieten Sie abends in der Dämmerung in flachen, täglich mit reinem Wasser und einer Bürste gereinigten Schälchen (glasierte Tonuntersetzer) Katzendosenfutter vermischt mit Haferflocken oder Igeltrockenfutter an. Daneben stellen Sie ein zweites, flaches täglich mit frischem Wasser gefülltes Schälchen. Bitte verwenden Sie zum Reinigen der Futternäpfe keine Reinigungsmittel! Bieten Sie auch keine Milch an! Milch verursacht bei Igeln sehr heftige Durchfälle, die sogar zum Tod führen können.
 
Sollten Sie einen hilfsbedürftigen Igel finden, ist schnelle Hilfe lebensrettend!
 
Hilfsbedürftige Igel sind:
a) offensichtlich kranke Igel (taumelige, mitunter apathische oder auch tagaktive Igel mit deutlichen Abmagerungserscheinungen – „Hungerfalte“ zwischen Kopf und Rumpf oder eingefallene Augen) oder
b) verletzte Igel oder
c) Jungigel, die nach Wintereinbruch unter 500 g wiegen.
 
Der hilfsbedürftige Igel sollte in einen mit Zeitungspapier ausgelegten Karton mit Deckel (Luftlöcher vorher einstanzen) gesetzt werden. Legen Sie einige Küchentücher oder Toilettenpapier zum Verkriechen dazu. Der Igel wird sich sofort darunter verstecken wollen. Zur Erstversorgung stellen sie ein flaches Schälchen (glasierter Tonuntersetzer) mit Wasser und eine zweite Schale mit Katzendosenfutter oder einem mit wenig Fett gebratenem, ungewürztem Rührei dazu. Sollte der Igel deutlich unterkühlt sein (der Bauch fühlt sich dann deutlich kälter als Ihre Hand an), legen Sie den Igel auf eine in ein Handtuch gewickelte nicht zu heiße Wärmflasche. Nach diesen Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten Sie schnellstens einen Tierarzt aufsuchen. Die Behandlung ist in der Regel kostenlos, da es sich um ein unter Schutz stehendes Wildtier handelt.

Neben den örtlichen Tierärzten, helfen Ihnen folgende Adressen weiter:
 
Igel-Schutz-Initiative e.V. IGSI                                     Artenschutzstation Sachsenhagen
im „Igelhaus“                                                                 Hohe Warte
Ohestraße 12                                                                31552 Sachsenhagen
30880 Laatzen (Grasdorf)                                           Tel.: (05725) 70 87-30
Tel.: (0511) 23 31 61
www.pro-igel.de

NABU Stadtverband Garbsen                                      
Dagmar Strube, (05131) 9 27 50
Waldemar Wachtel, (05137) 7 97 30
Uschi Koch (05137) 7 12 72
 

Zum Artikel Zum Artikel

November 2008

 


  Zwei Schwäne verenden am Schwarzen See durch Angelhaken
Höckerschwan mit Jungen

Von Waldemar Wachtel

Die Idylle am Schwarzen See trügt. Wasservögel am Schwarzen See sind hochgradig durch Angelhaken und Schnüre gefährdet.

Waldemar Wachtel, Vorsitzender des NABU berichtet: Im Frühjahr 2008 brütete ein Paar Höckerschwäne vier Junge aus, die sich sehr gut entwickelten. Im Juni 2008 meldeten Bürger dem NABU Auffälligkeiten am männlichen Schwan. Dieser sonderte sich zeitweise vollkommen untypisch von seiner Familie ab und wirkte phasenweise sehr apathisch. Ein kurzfristiges Einfangen misslang. Später konnte der Schwan nur noch tot von der Feuerwehr geborgen werden. Wachtel ließ den Schwan vom Veterinäramt der Region abholen um die Todesursache genau festzustellen. Der Schwan verendete durch einen Angelhaken mit Schnur, der ihm quer in der Speiseröhre festsaß - er verhungerte qualvoll. Am Freitag, den 26.09.08 wurde Wachtel bei einem Rundgang um den Schwarzen See von Spaziergängern informiert, dass an diesem Tag einer der prächtig herangewachsenen Jungschwäne ebenfalls an einem Angelhaken verendet sei und von der Feuerwehr abgefahren wurde.

Wachtel appelliert an Angelvereine und deren Mitglieder, sorgsam mit den Angelausrüstungen umzugehen und die ausgeworfenen Angelhaken nie unbeaufsichtigt in den Gewässern liegen zu lassen. Weiter bittet er um Unterstützung, den wilden Anglern habhaft zu werden. Bei der Beunruhigung, Verletzung oder Tötung von Wildtieren greift der Arten- und Tierschutz sowie das Naturschutzgesetz. Zuwiderhandlungen können mit empfindlichen Strafen belegt werden.

In einem Gespräch mit dem Vorstand des Angelvereins wurde eine Kooperation mit dem NABU zugesagt. Mitglieder sollen informiert und Schwarzangler sofort der Polizei gemeldet werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass kleinere Wasservögel, die nicht so standorttreu wie die Schwäne sind, möglicherweise auch geschädigt wurden.

September 2008
 


  Handys sammeln für die Havel

Handys für die Havel

Alt-Handy-Sammelstation jetzt im Johannes -Kepler-Gymnasium (JKG)

Von Dagmar Strube

Die Alt-Handy-Sammelstelle des NABU Stadtverbandes Garbsen ist von der Grundschule Garbsen-Mitte in das Johannes-Kepler-Gymnasium umgezogen. Durch die Verlegung an einen neuen Standort erhofft sich die Betreuerin der Station Dagmar Strube vom NABU Stadtverband Garbsen neue Anreize für die Sammelung ausgedienter Handys. Für jedes gespendete Handy gehen 3,50 Euro in das Renaturierungsprojekt der Havelniederungen. Das Geld stammt aus einem Abkommen zwischen einem großen Mobiltelefonanbieter und einer Recyclingfirma. Der NABU informiert, das vielen Benutzern eines Handys nicht bewusst ist, dass diese Altgeräte nach Nutzungsende bei unsachgemäßer Entsorgung zu einem Umweltproblem werden können. Durch die Abgabe in die Sammelbox werden die Handys durch die Recyclingfirma auf ihre Tauglichkeit geprüft und gegebenenfalls wieder verwendet oder umweltschonend verwertet. Strube freut sich: „Das Johannes-Kepler-Gymnasium präsentiert sich durch die Aufstellung der Sammelbox als umweltbewusste Schule. Denn durch jedes gesammelte Handy trägt die Schule ihren Beitrag zur Renaturierung des größten Binnenfeuchtgebietes Mitteleuropas und somit zur Schaffung von Lebensräumen für bedrohte Tiere wie z. B. See- und Fischadler, Biber, Fischotter oder Rotmilane bei.“ Weitere Infos über das Havelprojekt und Kooperationsabkommen finden sie unter
www.nabu.de

April 2008
 


 


NABU Niedersachsen gegen neues Jagdgesetz
Helm: "Zurück ins tiefste Mittelalter"

picwww.niedersachsen.NABU.de  Im Niedersächsischen Landtag wurde am 12.12.2007 die Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes be- schlossen. Das Fangen mit Raben- massenfallen und auch die Gänsejagd sind jetzt in Niedersachsen möglich. Einen zweiten Rabenfallenfang darf es in Niedersachsen nicht geben. Ebenso auch keine Jagd auf arktische und nordische Wildgänse. Der NABU und weitere Organisationen rufen dazu auf, gegen die Jagd auf Zugvögel wie Bläss-, Saat- und Nonnengänse zu protestieren.

Mehr:

auf den Seiten des Landesverbandes

auf den Seiten des Bundesverbandes

Unterschriftensammlung gegen die Gänsejagd.

 


  NABU Stadtverband Garbsen

Willkommen beim NABU Stadtverband Garbsen

Herzlich willkommen auf unserer  Internet-Seite
Mit diesem Internet-Auftritt möchten wir Sie über die Arbeit des NABU Stadtverbandes Garbsen informieren und einen kleinen Einblick in die vielfältige Natur in und um Garbsen ermöglichen. Anregungen und Hinweise, die Sie im Stadtgebiet und in unserer heimischen Natur für erwähnenswert halten, teilen Sie uns bitte mit. Beteiligen Sie sich bitte an unserer Arbeit und an der Entwicklung Ihres Stadtteils.

Werben Sie bitte für den NABU und unsere Arbeit.
Der NABU Stadtverband Garbsen hat mehr als 500 Mitglieder und Förderer, der Landesverband mehr als 60.000 und der Bundesverband ca. 500.000.
Der NABU ist also eine starke Gemeinschaft und der größte Naturschutzverband in Deutschland. Werben Sie für die Arbeit des NABU, unterstützen und fördern Sie die Arbeit des NABU im Interesse der Bürger und unserer nachkommenden Generationen.
Werden Sie Mitglied! Wir freuen uns auf Sie!
Alle Arbeiten und Zeitaufwendungen erfolgen ehrenamtlich.

 


 
Igelweibchen
Was wir tun ...

Cox, Renette, Boskoop & Co.

Streuobstwiesen prägten einst weite Landschaften entlang unserer Dörfer. Sie waren wichtige Lebensmittellieferanten und zugleich Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt. Heute sind sie sehr selten geworden.
Unsere Ortsgruppe




erhält auf über 10.000 m² mit mehr als 50 Neupflanzungen diesen Lebensraum,

erhält dadurch alte Obstsorten und

sichert so seltenen Vögeln wie Wendehals und Grünspecht ein Überleben.


Fledermausschutz
Geheimnisvoll und gefährdet: Unsere Fledermäuse.
Immer mehr dieser fliegenden Säugetiere finden keinen Lebensraum mehr in unserer Natur. Wir

erfassen und überwachen die Bestände,

betreuen Quartiere,

beraten Haus- und Grundbesitzer

und verbessern so die Lebensbedingungen für die faszinierenden Flattermänner.

Wohnungsnot
Immer häufiger suchen unsere heimischen Vögel und Fledermäuse vergeblich nach einer Möglichkeit zum Nisten. Zu ausgeräumt sind unsere Gärten und Wälder, zu leer ist unsere Feldflur. Wir

betreuen über 400 Nisthilfen in unserer Gemeinde,

setzen uns aktiv für den Erhalt alter Bäume sowie die Neuanlage von Hecken ein und

geben Tips für die Gartengestaltung.

 


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